http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg http://bbsiikl.de/media/wechselbilder/9.jpg

Suche




Sekretariat

Montag
bis
Mittwoch

Donnerstag
Freitag

Tel:

07:30 - 12:00
und
13:00 - 15:00

07:30 - 13:00
07:30 - 13:00

0631 3649930

mehr .....

Oft gesucht

BBS II -Kompass

Online - Antrag Schülerfahrtkosten







Frühlingserwachen

Frühlings Erwachen

Zur Bildershow
 
zum Presseartikel der Rheinpfalz vom 9. Juni 2011
 
Schauspiel nach Texten von Frank Wedekind und Nuran David Calis.

Eine "Kindertragödie" hat Frank Wedekind sein 1890/91 entstandenes Schauspiel genannt, und wie es sich für eine ordentliche Tragödie gehört, gibt es auch Tote: Der Gymnasiast Moritz Stiefel schießt sich ein Kugel durch den Kopf, nachdem er sitzen geblieben ist; die l4-jäbrige Wendla Bergmann stirbt an den Folgen einer Abtreibung, die ihre Mutter für sie arrangiert hat. Auch Melchior Gabor, Moritz Freund, den seine Eltern in eine ,,Korrektionsanstalt" gesteckt haben, spielt in der Schlussszene mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen, wird aber von einem "vermummten Herrn" davon abgehalten.

Wedekind lässt keinen Zweifel daran, wer an diesen Tragödien schuld ist: Es sind die Erwachsenen, die auf die Pubertatsnöte der Heranwachsenden völlig verstandnislos reagieren. Alles, was mit Sexualitat zu tun hat, wird mit einem Taro belegt. Darüber wird nicht gesprochen, basta! So bringt es Frau Bergmann trotz der flehentlichen Bitte Wendlas nicht fertig, ihre Tochter darüber aufzuklären, wie Kinder gezeugt werden. Die Folge: Die gänzlich ahnungslose Wendla schlaft mit Melchior und wird schwanger. Bei Mädchen und Jungen äußert sich die verdrängte Sexualitat in Ersatzwünschen und -handlungen: in sadomasochistischen Fantasien oder exzessiv betriebenem Onanieren.

Die Neufassmg der berühmt-berüchtigten "Kindertragödie" von Nuran David Calis nach Frook Wedekind aktualisiert den zeitlosen Stoff, ohne seine Substanz in Frage zu stellen. Kaum zu glauben, dass so viele Sorgen aus wilhelminischer Zeit die 120 Jahre überlebt haben. Melchior, Moritz, Wendla und die anderen sind eine coole Clique, jung, wild und zu allem bereit. Gemeinsam feiern und philosophieren sie, träumen von der großen Freiheit, entdecken ihre Sexualität und erproben ihre Grenzen. Einsam bleiben sie dabei allerdings mit den Enttäuschungen. Der Text konzentriert sich ganz auf die Jugendlichen in ihrer Rolle als Opfer md Täter. Die Eltern lernt der Zuschauer nur aus der Perspektive iher Kinder kennen, eine eindeutige Schuldzuweisung wie bei Wedekind ist nicht mehr möglich - ein brisantes Theatererlebnis ohne Happy End für alle, die jung sind oder einmal jung waren!

Die Inszenierung legt den moderneren Text von Nuran David CaIis zu Grunde und ergänzt diesen immer wieder mit Wedekind Texten, die als Spie im Spiel die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart bilden. Unterstützt wird die kraftvolle Wirkung dieser Textcollage durch zeitgemäße Live-Musik, von Hip Hop bis Hard Rock.
 
Aufführungen am
Dienstag, 07.06.2011 und Mittwoch, 08.06.2011
jeweils 19.30 Uhr
Kammgarn Kaiserslautern