Schulsanitätsdienst

Schüler leisten Sanitätsdienst

Erste Hilfe in Notfällen leistet an der Berufsbildende Schule II Wirtschaft und Soziales künftig ein Schulsanitätsdienst. Zwölf Schüler aus den gesundheits- und sozialorientierten Bildungsgängen haben sich mit Unterstützung durch das Jugendrotkreuz des Deutschen Roten Kreuzes für den Dienst an der Schulgemeinschaft bereiterklärt. Ihr Sprecher ist Janik Litz. Betreut werden die jungen Helfer von Kooperationslehrerin Gesa Mertz, einer Ärztin.Gestern hat der Schulsanitätsdienst offiziell seinen Dienst übernommen. Oberbürgermeister Klaus Weichel, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Kaiserslautern-Stadt, unterstrich die Bedeutung der Schulsanitäter. Im Rettungswesen könne der erste Moment entscheidend sein. Deswegen komme es in der entscheidenden Situation darauf an, sach- und fachkundig zu handeln.„Schulsanitäter ersetzen keinen Notarzt.“ Sie seien jedoch sofort zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Auf den Schulsanitätern laste eine große Verantwortung. „Ich habe Respekt vor ihrer Arbeit“, lobte Weichel die Ersthelfer. „Ich wünsche, dass Sie nie gebraucht werden.“

Mit der BBS II habe das DRK einen strategischen Partner gewonnen, sprach der Vorsitzende die Nachwuchssorgen des Rettungsdienstes an. Als berufsbildende Schule mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales verfüge die Einrichtung über ein Potenzial, das für das Rote Kreuz nicht uninteressant sei.

Schulleiter Fritz Pfaff begrüßte die Initiative von Gesa Mertz und freute sich über die Bereitschaft der Schüler, sich im Schulsanitätsdienst zu engagieren. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass der Notarzt aus verschiedenen Gründen kein seltener Gast an der Schule gewesen sei, sagte Pfaff.

Für die BBS II, eine große Schule mit rund 2600 Schülern, sei der Schulsanitätsdienst eine Einrichtung, die vielen Menschen zugute komme. Pfaff: „Schulgemeinschaft und Schulsanitäter werden von dem Dienst profitieren.“ Mit einer Notfallübung demonstrierten Sanitäter, dass sie in einer akuten Situation Kenntnisse über notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen verfügen.

Harry Dinges, DRK-Kreisjugendleiter, überreichte eine Sanitätstasche und gelbe Sicherheitswesten. Neben den beiden integrierten Gesamtschulen ist die BBS II die dritte Schule, die in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz über einen Schulsanitätsdienst verfügt. (jsw)