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Schreibwerkstatt 2014

Schreibwerkstatt mit dem Schriftsteller Catalin Dorian Florescu

 

Der Schriftsteller Catalin Dorian Florescu, Schweizer Buchpreisträger mit rumänischen Wurzeln, war im Frühjahr 2014 zu Gast als Autor der Autorenlesung an BBS II. Am Tag zuvor konnten Schülerinnen und Schüler an seiner Schreibwerkstatt teilnehmen.

Die Schreibwerkstatt beginnt überraschend: "Schließen Sie die Augen. Öffnen Sie Ihre Hand." Der Schriftsteller Florescu legt jedem Teilnehmer ein kleines Geschenk auf die Hand und fordert die Schülerinnen und Schüler dazu auf, bewusst wahrzunehmen. Die Empfindungen der Teilnehmer sind verschieden - Neugier, Verwirrung, Skepsis. Das kleine Ding, das Florescu ihnen in die Hand gelegt hat, entpuppt sich auf der Zunge als Praline. "Was schmecken Sie? Woran denken Sie?" Viele träumen sich zu Orten der Geborgenheit - bei der Großmutter, auf der Wiese, am Strand. Im anschließenden Gespräch werden auch Sehnsüchte spürbar.

So unkonventionell, wie der Workshop mit dem Autor begonnen hat, geht es auch weiter. Denn es ist eine Schreibwerkstatt, in der kein einziges Wort geschrieben wird. Florescu erklärt, dass zwischen mündlichem und schriftlichem Erzählen kein grundlegender Unterschied bestehe und dass Schreiben voraussetze, sich einzufühlen und herauszufinden, was einen an einem Thema oder einem Ereignis wirklich interessiere. Dazu gebe es keine Patentrezepte. Er selbst recherchiert oft Monate, gar Jahre, bis für er mit seinem neuen Roman beginnen kann, der dann in wenigen Monaten fertig wird. 

 

Die Schülerinnen und Schüler berichten von eigenen Recherchen in ihren Familien, die sie im Rahmen des Schreibwettbewerbs zum Thema "Heimat" unternommen haben, etwa zur Flucht der Großeltern aus Westpreußen, Emigration der Eltern aus Kasachstan oder dem Kosovo. Sie spüren Verlusten nach, auch den eigenen, und der Autor fordert die Workshop-Teilnehmer immer wieder dazu auf, sich in die Geschichten ihrer Mitschüler einzufühlen und innere Bilder entstehen zu lassen. Er fragt sehr interessiert nach, nach dem Bewegenden, Persönlichen der mündlich vorgetragenen Geschichten.

Und er ermuntert die jungen Autoren: "Setzen Sie Ihre Geschichte fort, recherchieren Sie genau, seien Sie in Ihrer Wahrnehmung aufmerksam. Lernen Sie sich selbst als Mensch kennen!"

Schließlich gibt es jenseits von Patentrezepten vom erfolgreichen Schriftsteller auch noch den ein oder anderen Tipp:  "Orientieren Sie sich am Film, am Szenenaufbau, am Licht, am Schnitt, zoomen Sie auf Details, auf die Figuren!"

 

Wolfgang Mischler