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Autorenlesung 2014

Schreibwerkstatt am Vortag der Autorenlesung
Dienstag, 25.02.2014 

"Die Recherche muss 100 Prozent stimmen“

Der in Rumänien geborene Autor Catalin Dorian Florescu gibt BBS-Schülern Tipps bei einer Schreibwerkstatt

Normalerweise sucht er gegen neun Uhr ein Kaffeehaus an seinem Wohnort in Zürich auf und liest ausgiebig Zeitung. Gestern war der Schriftsteller Catalin Dorian Florescu zu Gast an der Berufsbildenden Schule (BBS) II Wirtschaft und Soziales. Für Schüler der Höheren Berufsfachschule, des Beruflichen Gymnasiums und der Berufsoberschule stand mit dem in Rumänien geborenen Autor eine Schreibwerkstatt auf dem Stundenplan.

„Schriftsteller genießen große Freiheit und haben eine große Verantwortung“, gibt der 46-Jährige einen kurzen Einblick in seinen Tagesablauf. Sein Rezept: „Als Schriftsteller muss man für sich selbst sorgen.“Materialien wie Papier und Stift sind im Augenblick nicht gefragt. Im Stuhlkreis schließen die Jugendlichen die Augen und öffnen eine Hand. Während ihnen eine Praline auf die Handfläche gelegt wird, sollen sie bei geschlossenen Augen darüber nachdenken, was sie auf der Hand fühlen. Beim Verzehr der Süßigkeit über Bilder und Assoziationen sinnieren. Was eine echte Schweizer Praline alles bewirken kann. Auf Fragen des Autors wecken die Leckerlis Bilder und Erinnerungen bei den Schülern. Eine Teilnehmerin berichtet von Bergen, Wiesen und Milch, eine andere vom Bauernhof der Großeltern, vom verstorbenen und blinden Opa, der trotz seiner wenigen Haare im Alter noch eitel war.

Florescu hakt nach, lässt die Schüler erzählen und ihre Gefühle beschreiben. Von der an Krebs erkrankten Großmutter bis hin zur Beschreibung einer Wiese. Lobt die Exaktheit der Darstellungen und kitzelt im Erinnerungsvermögen der Schüler. „Versuche dir ein Bild zu machen, wie sie gestorben ist.“ Oder: „Wie war das Gras?“ Es mache einen Unterschied, ob es sich um einen Toten im Krimi oder um eine Liebesszene handelt.

Schreiben heiße lustvolles Erfinden. Dazu bedürfe es der Fantasie, motiviert er die Schüler. „Und schon beginnt eine Geschichte. Man findet sie, indem man lebt“, verweist er auf Entstehungsgeschichten seiner früheren Romane wie „Der blinde Masseur“ und „Zaira“. Seit zwei Jahren recherchiert Florescu für einen neuen Roman, mal in New York, mal in Rumänien, ohne bis dahin ein Wort zu Papier gebracht zu haben.

Wie in seinem jüngsten Buch „Jacob beschließt zu lieben“, das Gegenstand des Deutschunterrichts war, beeindruckt der Mann mit der sportiven Baskenmütze die Schüler durch seine brillante Erzählweise. Seine Schilderungen des Lebens in Rumänien tragen autobiografische Züge. Momentaufnahmen des Lebens, „Bonbons“ sind es, die ihn zum Schreiben veranlassen.

Jetzt ist die Reihe wieder an den Schülern. Für ihre eigenen, vorab verfassten Texte lag der vereinbarte Umfang bei 2000 Zeichen – das sind etwas weniger Zeichen, als der Text dieses Artikels hat. Ob die Geschichte mit der Surferin, die einen Arm durch einen Haibiss verlor, oder die Flucht eines Mädchens aus Palästina: „Großartig“, lobt Florescu. „Wichtig ist die Recherche. Die muss 100 Prozent stimmen.“ (jsw)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 48
Datum Mittwoch, den 26. Februar 2014
Seite 16

Bericht von Markus Clauer zur Autorenlesung

Ausstellung zum Völkermord an den Sinti und Roma im Februar 2014

Diese Ausstellung fand im Vorfeld der Autorenlesung statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Pressemitteilung der Stadt Kaiserslautern ....