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Autorenlesung 2013

Zonen-Gaby erleichtert den Einstieg


Schreibwerkstatt an der BBS II mit dem Ex-Chefredakteur des Satiremagazins Titanic − Thomas Gsella reimt selbst und mit den Schülern
 
 
  
Von Joachim Schwitalla

War es die Vorbereitung auf die heutige Autorenlesung im Kulturzentrum Kammgarn? Ist es der Autor Thomas Gsella höchst persönlich? Oder gar die Vorliebe der Jugendlichen für Gedichte? Vielleicht war es von jedem etwas. Bei der Schreibwerkstatt mit dem früheren Chefredakteur des Frankfurter Satiremagazins Titanic, gestern, an der Berufsbildenden Schule II Wirtschaft und Soziales, ist die Lust am Schreiben spürbar.Mehr fürs Duzen als fürs Siezen, ist der Kontakt zwischen Autor und Schülern schnell hergestellt. Das auf ein Whiteboard gebeamte witzige Titelbild der Titanic nach der Maueröffnung 1989 erleichtert den Einstieg. „Meine erste Banane“, freut sich „Zonen-Gaby“ im Glück. Neben der 17-Jährigen aus dem Osten zeigt die Fotomontage des „besten und klügsten Heftes Deutschlands“, so Gsella, eine aus Gurkenschalen gepellte Banane.Um komische Lyrik soll es gehen, um Reimgedichte, deren Technik Goethe und Schiller bereits begeistert haben soll. Der Robert-Gernhardt-Preisträger rezitiert einen Sechszeiler seines großen Vorbildes: „Lieber Gott, nimm es hin, dass ich was Besondres bin.“

Dass Satiriker etwas Besonderes sind, sie eine Antenne für menschliche Schwächen, Sinn für Humor bis hin zum Sarkasmus besitzen, macht der 55-Jährige den überwiegend weiblichen Teilnehmern mit einer Auswahl seiner Reimgedichte und einer Reihe Titelbilder seines Lieblingsmagazins Titanic klar.

Eine Schülerin findet die Zeitschrift „total cool“. Ihr Opa hat sie abonniert. „Gedicht, Gedicht, der Bösewicht“, versteht der Lyriker, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Beim Reim kommt es auf den Rhythmus an. „Schön, wenn man die liedhafte Form einhält.“ Auch dürfe man ruhig etwas Komisches reinlegen. „Das vertreibt die Langweile“, empfiehlt der Autor. Den Gedanken freien Lauf lassen: „rauf und runter.“ Ein Gedicht könne ansprechend beginnen, danach brachial enden. „Was ist ein Gedicht für mich? Um Himmels willen, ich weiß es nicht.“

Gsella räumt ein, dass es oftmals schwierig sei, in die Sprachwelt eines Dichters einzusteigen. Auch wenn er es gemein findet, Gedichte auf Zeit zu schreiben, lässt er die Schüler eigene Gedanken zu Papier bringen. Für die Ergebnisse gibt’s Komplimente: „Schön“, „humorvoll“, „witzig“, lobt der Dichter, der neben Lyrik auch Prosa und für die überregionale Presse sowie Funkanstalten schreibt.

Seine vorgetragenen Verse zeigen: Der Mann schreibt über alles. Über Lehrer und Zahnärzte, Fußball und Alkohol, Schwäne und Leguane. Nicht hinterm Berg hält er mit einem Gedicht über Kaiserslautern, wo „der Fußballsport mal glänzte“ und „die Flächen verbaut sind“. „Man geht hinein und rast hinaus, um anderswo zu bleiben.“ Nach Bildsequenzen von bissigen Titanic-Titelbildern über Papst und Politik fordert er zum Schreiben auf. Gefragt sind Gedichte zu Klischees und Vorurteilen, zu Quatsch und Nonsens. Neben dem FCK wird die eigene Schule bedichtet. So formuliert eine Schülerin: „BBS II, du trister Kasten, bürdest den Schülern auf viele Lasten. Im Sommer zu warm, im Winter zu kalt, und die meisten Lehrer sind viel zu alt.“

Er habe viel Mist geschrieben, gesteht Thomas Gsella. Es müsse nicht alles gleich druckreif sein, ermutigt er die Schüler. Zu Titanic-Covern lässt er wissen: „Kirche, Kanzlerin und Fußball liefern Steilvorlagen.“

Zur Vorbereitung der Schreibwerkstatt und der Lesung mit Thomas Gsella diente den Schülern im Deutschunterricht beruflicher Wahlschulen ein von Studiendirektor Wolfgang Ettmüller erstelltes Leseheft.
 

Kommentar von Thomas Gsella:

 

"Ich danke auch noch mal und von Herzen für alles, für die Einladung, die Betreuung, die Schülerauftritte, die Freude, in dieser Reihe lesen zu dürfen, das gute Essen hinterher - die zwei Tage haben mir  rundum gefallen und erfreut. Mich. Und wenn es den Schülern gefallen hat, ist das Hauptziel ja erreicht. Danke für die Rezensionen,. die beide schön geschrieben sind, zumal die längere. Man freut sich ja immer über Journalisten, die eine fundierte Meinung haben und sie formulieren können. "

Bilder zur Autorenlesung