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Autorenlesung 2012

Zum Besuch des Ministeriumsvertreters bei der Autorenlesung

„Autoren, die packend lesen”

Interview: Studiendirektor Wolfgang Ettmüller zur alljährlichen Lesung an der BBS II


Seit 25 Jahren veranstaltet die BBS II aIIjährlich Autorenlesungen. Bei der Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch, 29. Februar, wird Friedrich Ani vor Schülern der BBS II im Kulturzentrum Kammgarn aus seinen Werken lesen. Über 25 Jahre Autorenlesung sprach unser Mitarbeiter Joachim Schwitalla mit Studiendirektor Wolfgang Ettmüller.


Was ist das Erfolgsrezept, an einer berufsbildenden Schule seit 25 Jahren mit Autorenlesungen zu punkten?

Interessante Autoren, die etwas zu erzählen haben, die packend zu lesen wissen, die gesprächsbereit sind und die die Schüler von allen Seiten her in die fiktionale Welt hineinlocken. Engagierte Kollegen, die sich im Deutschunterricht vor und nach der Lesung mit Texten des Gastautors intensiv auseinandersetzen. Als Arbeitsgrundlage dient dabei das „Kaiserslauterer Leseheft”, das Ausschnitte aus dem Gesamtwerk des Schriftstellers unter einem thematischen Aspekt zusammenbindet. In diesem Jahr lautet der Titel des Heftes, das Friedrich Ani gewidmet ist: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Kommissar Süden und die jugendlichen Selbstsucher”. Nicht zuletzt basiert die Lesereihe seit 25 Jahren auf einer harmonischen Zusammenarbeit mit dem „Kaiserslauterer Literaturdienstag”, insbesondere mit der Volkshochschule und der Buchhandlung „Blaue Blume”. Undenkbar wäre unsere Lesereihe, an der jedes Mal 500 Schüler unseres beruflichen Gymnasiums, unserer Berufsoberschule und Höheren Berufsfachschule teilnehmen, wenn uns nicht Richard Müller und sein ganzes Kammgarn-Team großzügig und professionell unterstützten.

Wie haben sich die Veranstaltungen im Laufe der Zeit entwickelt?

Am Anfang waren es reine Lesungen, an die sich Podiumsgespräche mit Schülerrepräsentanten aus den beteiligten Klassen und Kursen anschlossen. Auf diesen beiden Stützpfeilern, Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller, ruht nach wie vor die alljährliche Autorenlesung der BBS II. Seit vielen Jahren werden die Lesungen durch Schülerbeiträge ergänzt. Dazu gehören Instrumental- und Gesangseinlagen, Tanz- und Turndarbietungen, Spielszenen und Power-Point-Präsentationen. Falls der Gastautor dazu bereit ist, findet zudem tags vor der Schullesung eine Schreibwerkstatt statt.

Gab es Höhepunkte?

Jede Lesung stellte auf ihre Art einen Höhepunkt dar. Schließlich gastierten und gastieren Autoren aus der ersten Reihe bei uns. Ich kann nicht alle aufzählen, aber einige: Walter Kempowski, Robert Gernhardt, Erich Loest, Edgar Hilsenrath, Ludwig Harig, Urs Widmer, Frank Goosen, Keto von Waberer, Burkhard Spinnen, Feridun Zaimoglu und Thomas Brussig sind besonders klangvolle Namen auf der Literaturbühne.

Welche Bedeutung haben die Lesungen für die Schüler?

Literaturunterricht in der Schule heißt, mit dem Text des Schriftstellers zu kommunizieren. Bei der Autorenlesung tritt der Schreiber den Schülern jetzt selbst gegenüber. Mit ihm können sie dann direkt über seine Person und seine Texte reden. Im wahrsten Sinne des Wortes: Unsere Lesungen ermöglichen eine lebendige Begegnung mit Literatur.

Welchen Stellenwert hat Literatur an einer berufsbildenden Schule?

Zunächst einmal denselben wie an einem allgemeinbildenden Gymnasium. Denn in den Vollzeitformen der BBS II erwerben die Schüler ja ebenfalls ihr Fachabitur und ihre allgemeine Hochschulreife. Unsere Institution der Autorenlesung wertet jedoch die Gegenwartsliteratur besonders auf: Lesemotivation und Lesefreude, die über den Unterricht hinaus reichen, können hier geweckt, vertieft oder zurückgewonnen werden.

Ein Wort zu Friedrich Ani?

Ani gehört zu den besten deutschen Kriminalautoren. Bislang hat er viermal den Deutschen Krimi-Preis geholt. Zuletzt in diesem Jahr mit dem Roman „Süden”. Ani hat ein feines Gespür dafür, seine Figuren plastisch zu gestalten, mögen sie noch so kaputt sein. Und er vermag stimmig zu erzählen. (jsw)
 

„Lehrreiche und unterhaltsame Höhepunkte”

Ministeriumsvertreter würdigt 25 Jahre Autorenlesungen der Berufsbildenden Schule II


„Ganze Schülergenerationen klagen darüber, dass die Schule ihnen die Lust am Lesen ausgetrieben habe. Die Autorenlesungen der Berufsbildenden Schule II Wirtschaft und Verwaltung (BBS II) zeigen, wie man junge Menschen für Bücher begeistern kann.” Dies erklärte gestern Michael Au, Kulturreferent beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Anlass war die 25. Autorenlesung der BBS II im Kulturzentrum Kammgarn. Gast war der bekannte Krimiautor Friedrich Ani.

Au bescheinigte der Schule, die Förderung der Lesekompetenz zum zentralen Bestandteil des schulischen Selbstverständnisses gemacht zu haben. 25 Jahre Autorenlesung seien nicht der einzige, aber der sichtbarste Beleg dafür. Im Namen von Ministerin Doris Ahnen dankte er Schulleiter Fritz Pfaff und Studiendirektor Wolfgang Ettmüller. Ettmüller rief die Autorenlesungen 1987 ins Leben und entwickelte die Veranstaltungen zu lehrreichen und unterhaltsamen Höhepunkten im Schulalltag weiter. Der 25. Geburtstag der Projektidee sei Ausweis dafür, was sich bewegen lasse, wenn sich pädagogische Kompetenz mit Herzblut für eine Sache paare, lobte er das Engagement des Deutschlehrers. „Sie haben etwas initiiert, was weit über Kaiserslautern hinaus beachtet wird. Ganz einfach deshalb, weil es richtig gut ist.” Was wäre eine Welt ohne Winnetou und Tom Sawyer, ohne Pippi Langstrumpf und Harry Potter, ohne Oskar, den Blechtrommler und Hauptkommissar Süden, so Au. Eine solche Welt wäre zwar bewohnbar, gleichwohl fad und öd. Autoren wie Ani und vielen anderen, die den Umgang mit Sprache beherrschten, sei es zu verdanken, nicht nur bedrucktes Papier in Händen halten, sondern durch die Aneinanderreihung von Buchstaben, Worten und Sätzen im Kopf eine eigene Welt formen zu können. „Lesen fasziniert!” sagte Au.

Pfaff verwies auf den Bildungsauftrag der Schule, Schülern Lesekompetenz zu vermitteln. Eine Begegnung zwischen Leser und Autor sei nicht selbstverständlich. Mit Freude an der Literatur, mit Ausdauer und Stetigkeit habe es Ettmüller in all den Jahren verstanden, Schüler und Autor miteinander ins Gespräch zu bringen, unterstrich Pfaff die Bedeutung der Autorenlesungen.

Mit Vergnügen las Ani vor 500 Schülern und ihren Lehrern Passagen aus seinen Kriminalromanen „German Angst” und „Gottes Tochter”, ließ sein Publikum an der Figur des eigenbrötlerischen Hauptkommissars Tabor Süden und seinen Recherchen teilhaben und punktete im Gespräch mit den Schülern. „Die Figur des Tabor Süden war Liebe auf den ersten Drink!” Angereichert wurden die literarischen Kostproben durch musikalische und sportlich-akrobatische Schülerbeiträge. (jsw)