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50 Jahre BGY

Zur Jubiläums-Sonderausgabe der BBS-Info

 

1971 waren es 19 Abiturienten

Das berufliche Gymnasium feiert 50-jähriges Jubiläum – Aus Wirtschaftsgymnasium hervorgegangen

VON JOACHIM SCHWITALLA - Rheinpfalz vom 25. Okt. 2018

Die Berufsbildende Schule II Wirtschaft und Soziales ist in diesen Tagen in Feierlaune. Anlass ist das 50. Jubiläum des beruflichen Gymnasiums. Als eine von mehreren Schulformen an der BBS II wurde es im Schuljahr 1968/69 als Wirtschaftsgymnasium in Kaiserslautern etabliert

Der damalige Abteilungsleiter Werner Weidmann war es, der sich für die Einführung des Wirtschaftsgymnasiums in der Pfalz stark gemacht hat. Vorbilder für das „WG“ waren Standorte im Saarland und in Baden-Württemberg. 19 Abiturienten zählte 1971 der erste Abiturjahrgang. Im Schuljahr 2018/19 besuchen 413 Schüler das berufliche Gymnasium.

Die gesellschaftliche Entwicklung war es, die 2007 zur fachlichen Erweiterung des beruflichen Gymnasiums führte. Seit dieser Zeit ist der Schulform die Fachrichtung Gesundheit und Soziales angegliedert. Der Bildungsgang bereitet Jugendliche auf Berufe im sozialen und/oder im medizinischen Bereich vor. Schüler haben folglich die Wahl zwischen dem Besuch des Wirtschaftsgymnasiums und des Gesundheitsgymnasiums.

„Trotz guter Vorbereitung verlief die Anfangsphase des Wirtschaftsgymnasiums nicht ohne Probleme“, erinnert Mona Richtscheid, stellvertretende Schulleiterin und einst selbst Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums, an den Start der damals neuen Schulform. Räumliche Enge der berufsbildenden Schule habe zu Wanderklassen geführt, zu einer Auslagerung der gymnasialen Klassen ins Schulzentrum Süd, der Meisterschule und in benachbarte Grundschulen, verweist sie auf Aufzeichnungen in Annalen. Inhaltlich habe sich die Schulform der Entwicklung neuer Lehrpläne und der Einführung der Mainzer Studienstufe (MSS) stellen müssen.Heute sei das berufliche Gymnasium in der Stufe 11 sechszügig und bilde mit über 400 Schülern eine der größten gymnasialen Oberstufen in der Lauterer Schullandschaft.

Wenn in der Öffentlichkeit vom beruflichen Gymnasium die Rede ist und damit dass WG gemeint sei, sei das nicht korrekt, stellt Richtscheid klar. Denn seit der Einführung des Gesundheitsgymnasiums erfreue sich der Bildungsgang des beruflichen Gymnasiums bei Schülern und Fachkollegen einer großen Beliebtheit.

Auch wenn die Nachfrage nach dem Besuch des beruflichen Gymnasiums der BBS II nach wir vor groß ist und diese sich in den vergangenen zehn Jahren zwischen 113 (2006) und 162 (2015) Schülern bewegte, lag die Quote der Abiturienten im Durchschnitt bei 47,6 Prozent. Auf dem Weg zum Abitur gingen einige Schüler verloren. Festzustellen sei ebenso, dass etliche Schüler nach dem Besuch der Stufe 12 das berufliche Gymnasium mit der Fachhochschulreife verlassen, ergänzt Richtscheid. „Wer sich für die Abiprüfung in Stufe 13/2 anmeldet, schafft das Abi i.d.R. auch.“

Nach wie vor schätzen Schüler die Möglichkeit, sich in Klasse 11 im Klassenverband mit ihren fachbezogenen Unterrichtsfächern vertraut zu machen und sich in Klasse 12 und 13 zu spezialisieren. „Die Einführung des bilingualen Abiturs im Fach Betriebswirtschaftslehre und Spanisch als weitere Wahlmöglichkeit in der zweiten Fremdsprache haben die Attraktivität des Gymnasiums in den letzten Jahren gesteigert“, berichtet Abteilungsleiter Peter Recktenwald.

Von allgemeinbildenden Schulen hebe sich das berufliche Gymnasium durch eine optimale Vorbereitung auf Studium und Beruf ab, konstatiert Recktenwald. Des Weiteren durch selbstständiges Lernen, durch Projekte mit Berufs- und Fachbezug sowie durch Betriebserkundungen, die Theorie und Praxis verknüpften. Eine aktive Theater-AG, jährliche Autorenlesungen, eine Schulpartnerschaft mit Ruanda und Skiexkursionen haben am beruflichen Gymnasium eine lange Tradition.

„Wenn man wie wir auf 50 Jahre berufliches Gymnasium zurückblicken und nach wie vor auf steigende Schülerzahlen verweisen kann, ist es nicht vermessen, von einem erfolgreichen Bildungsgang zu sprechen“, meint Schulleiter Fritz Pfaff. Dies sei der Schule nur gelungen, indem sie sich zusammen mit dem Kollegium gesellschaftlichen und bildungspolitischen Entwicklungen gestellt und das berufliche Gymnasium im Rahmen rechtlicher Vorgaben weiterentwickelt habe. „Das berufliche Gymnasium der BBS II ist heute ein fester Bestandteil der Schulen in Kaiserslautern“, betont Pfaff. Herausforderungen für die Zukunft der Schulform seien die Digitalisierung und die Einbindung in die berufliche Praxis. 

Mit einer Jubiläumsfeier am Donnerstag, 14 Uhr, Mehrzweckraum der BBS II, erinnert die Schulgemeinschaft an 50 Jahre berufliches Gymnasium in Kaiserslautern.

 

 

Anderer Weg zur Hochschulreife

Feierstunde in der Berufsbildenden Schule II zum 50. Jubiläum des beruflichen Gymnasiums 

von Joachim Schwitalla - Rheinpfalz vom 26. Okt. 2018

„Wie passt ein Gymnasium mit einer Berufsschule zusammen? Beide passen sehr wohl zusammen“, sagte Schulleiter Fritz Pfaff und erinnerte gestern bei einer Feier im Mehrzweckraum der Berufsbildenden Schule II Wirtschaft und Soziales an das 50. Jubiläum des beruflichen Gymnasiums der BBS II.Vor Kollegium und Gästen zog Pfaff eine positive Bilanz der Schulform, die 1971 ihre ersten 19 Abiturienten entließ und heute 413 Schüler zählt. Weite Wege und Widerstände hätten überwunden werden müssen, um beim damaligen Kultusministerium in Mainz grünes Licht für ein berufliches Gymnasium zu bekommen, wusste Pfaff.Es sei kein B-Abitur, das Schüler am beruflichen Gymnasium erwerben. „Es ist ein anderer Weg zur Hochschulreife.“ Zugute komme den Schülern, eine Entscheidung später treffen zu können und unterschiedliche Bildungsinhalte im Vergleich zu einem herkömmlichen Gymnasium. Leichter würde das Abitur dadurch nicht, verwies er auf eine jährliche Abiturquote von 50 Prozent. Aus kleinen Anfängen habe sich eine veritable Schulform entwickelt, die mit dem Wirtschaftsgymnasium begann und 2007 durch das Gymnasium für Gesundheit und Soziales ergänzt worden sei. Mit jährlich 180 Neuaufnahmen sei die Nachfrage ungebrochen. Noch stärker als bisher werde sich das berufliche Gymnasium an der Berufswelt orientieren und sich mit ihr verzahnen. Pfaff: „Wir wollen uns inhaltlich weiterentwickeln und dabei die Digitalisierung miteinbeziehen.“ Voraussetzung dazu sei, dass die Schule über ein funktionierendes W-LAN-Netz verfügt. Konzepte lägen auf dem Tisch. „Jetzt stehe der Schulträger mit der Umsetzung in der Verantwortung“, appellierte Pfaff an die Stadt Kaiserslautern.

Beigeordneter Joachim Färber sprach vom beruflichen Gymnasium als einem Erfolgsmodell mit Zukunft, das nach einem mittleren Bildungsabschluss mit dem Abitur optimal auf die Arbeitswelt vorbereite und eine gute Voraussetzung für ein Studium im gleichen Schwerpunkt sei. Das berufliche Gymnasium sei eine herausragende Schulform, werde von Schülern sehr gut angenommen und stelle eine wichtige Säule im Bildungsangebot von Kaiserslautern dar.

Grüße und Glückwünsche von Stefanie Hubig, der Mainzer Bildungsministerin, überbrachte Stefan Röth, stellvertretender Leiter der Abteilung Berufsbildende Schulen im Bildungsministerium. Dem beruflichen Gymnasium bescheinigte er, einen wesentlichen Teil der Schulgeschichte der BBS mitgeprägt zu haben. Die heutige Schülerzahl der Schulform gebe der damaligen Entscheidung für das berufliche Gymnasium Recht.

Aus einer ursprünglich kleinen Idee sei heute etwas Großes geworden, das es wert sei, gefeiert zu werden, erklärte Peter Recktenwald, Abteilungsleiter des beruflichen Gymnasiums. Unterhaltsam führte er durch das Programm und stellte dabei das Hausquartett und die Theater-AG der Schule vor. Letztere beeindruckten mit musikalischen Beiträgen und szenischem Spiel.